Buchhaltung im Überblick
Buchungsjournal, Kontenrahmen, Salden, offene Posten, UVA-Vorschau und Steuerberater-Exporte nutzen
→ Buchhaltung in SimpliServ öffnen · Steuerberater-Export öffnen
Das Buchhaltungsmodul sammelt die Buchungssätze, die aus Rechnungen, Zahlungen, Kassenbewegungen, Eingangsrechnungen, Ausgaben und Bankzuordnungen entstehen. Es ersetzt keine Steuerberatung, gibt dir aber eine konsistente Arbeitsoberfläche für Kontrolle, Vorbereitung und Export.
Die Buchhaltung muss für den Mandanten aktiviert sein. Für die Übersichtsseite brauchst du accounting.journal.view; einzelne Bereiche haben eigene Rechte.
Die Übersichtsseite
Auf Buchhaltung siehst du die wichtigsten Kennzahlen der aktuellen Periode:
- Umsatz netto und Vergleich zum Vormonat
- USt-Zahllast aus Umsatzsteuer minus Vorsteuer
- Offene Forderungen und überfällige Kundenrechnungen
- Offene Verbindlichkeiten und nächste Fälligkeiten
- Buchungen im Monat
- Verlauf von Erlösen und Aufwand über zwölf Monate
- Ergebnis je Kostenstelle
- letzte Buchungen und offene Aufgaben, etwa nicht kontierte Eingangsrechnungen
Klicke auf eine Kennzahl, um direkt in die passende Detailansicht zu springen.
Buchungsjournal prüfen
Journal öffnen
Öffne Buchhaltung → Buchungsjournal oder den Tab Buchungen. Jede Zeile ist ein Buchungssatz mit Datum, Text, Soll-/Haben-Konten, Kostenstelle, Quelle und Betrag.
Zeitraum und Quelle filtern
Nutze Datumsfilter und den Quellenfilter. Quellen sind unter anderem Rechnung, Kassa, Zahlung, Eingangsrechnung, Ausgabe, Mahnung und Bank.
Buchung aufklappen
Klicke eine Zeile an, um die einzelnen Buchungszeilen mit Kontonummer, Kontobezeichnung, Steuercode und gegebenenfalls Beleg zu sehen.
Eine Rechnung wird erst mit der Finalisierung buchhalterisch wirksam. Änderungen am Beleg solltest du deshalb vor dem Finalisieren prüfen.
Kontenrahmen und Kostenstellen
Im Kontenrahmen verwaltest du Kontonummern, Bezeichnungen, Kontoart und Status. Systemkonten stammen aus der Ländervorlage. Bei Systemkonten bleiben Nummer und Kontoart fix; Bezeichnung und Standard-Steuercode können anpassbar sein. Eigene Konten eignen sich für spezielle Aufwände.
Kostenstellen ordnen Erlöse und Aufwände einem Bereich zu, zum Beispiel Werkstatt, Filiale oder Kassa. Du kannst eine Kostenstelle mit einer Kassa oder einem Lager verknüpfen und sie als Standard für Einkauf setzen. Neue Eingangsrechnungen und Ausgaben erhalten dann automatisch diese Vorbelegung.
Änderungen an Konten und Kostenstellen gelten für künftige Buchungen. Bestehende Buchungssätze werden nicht rückwirkend umgebucht.
Ausgaben erfassen
Öffne Buchhaltung → Ausgaben → Ausgabe erfassen, wenn kein Lieferantenbeleg als Eingangsrechnung vorliegt – etwa bei einem Kassenbon oder privat verauslagten Kilometergeld.
Erfasse:
- Datum und Bezeichnung
- Bruttobetrag und Steuercode
- Aufwandskonto
- optional Kostenstelle
- Zahlungsweg: Kassa, Bank oder Privat verauslagt
- Foto oder PDF des Belegs
Mit Speichern wird die Ausgabe sofort gebucht. Der Beleg ist für den Betriebsausgabenabzug wichtig.
Salden und Umsatzsteuer
Die Saldenliste fasst je Konto Soll, Haben und Saldo für einen frei gewählten Zeitraum zusammen. Filtere nach Kontoart oder Status. Eine Differenz zwischen Soll und Haben ist ein Signal, dass die Periode oder die Buchungsdaten geprüft werden müssen.
Die UVA-Vorschau zeigt getrennt:
- Umsatzsteuer und Bemessungsgrundlage
- Vorsteuer und Bemessungsgrundlage
- Zahllast für den gewählten Zeitraum
- Kennzahl (KZ), Sachverhalt und Steuersatz
Die Ansicht ist ausdrücklich eine Vorschau, keine Abgabe. Übermittle die Umsatzsteuervoranmeldung erst nach Prüfung durch deine steuerliche Vertretung.
Offene Posten
Unter Offene Posten wechselst du zwischen Debitoren (Kundenforderungen) und Kreditoren (Lieferantenverbindlichkeiten). Die Altersstruktur teilt die Posten in nicht fällig, 1–30, 31–60, 61–90 und über 90 Tage auf. Du siehst Beleg, Kunde oder Lieferant, Fälligkeit, Mahnstufe, Brutto und offenen Betrag.
Die Ansicht ist Kontrollpunkt für Zahlungseingänge, Lieferantenzahlungen und Mahnläufe. Rechnungen erscheinen automatisch, sobald sie gebucht und noch nicht vollständig bezahlt sind.
Export für Steuerberatung
Stammdaten einmalig speichern
Hinterlege im Bereich Steuerberater-Stammdaten die Berater- und Mandantennummer für DATEV, die Sachkontenlänge sowie Mandantennummer oder Klienten-Kürzel für BMD beziehungsweise RZL.
Format und Zeitraum wählen
Wähle CSV, BMD NTCS, RZL oder DATEV sowie Von-/Bis-Datum. Bei DATEV kannst du Personenkonten einzeln oder über Sammelkonten exportieren.
Bereitschaft prüfen
Die Ansicht warnt, wenn Eingangsrechnungen im Zeitraum noch nicht kontiert oder freigegeben sind. Diese fehlen sonst im Export.
Export erstellen
Optional legst du Beleg-PDFs bei. Jeder Lauf bleibt in der Historie und kann erneut heruntergeladen werden. Du kannst die Periode nach dem Export sperren, wenn die Prüfung abgeschlossen ist.
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