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JTL-Wawi anbinden

JTL-Wawi über die REST-API mit SimpliServ verbinden: Verbindung herstellen, App-Registrierung genehmigen, Sync-Einstellungen, Live-Updates per Wawi-Workflow.

→ JTL-Connector in SimpliServ öffnen

Mit dem JTL-Wawi-Connector verbindest du deine lokale JTL-Wawi-Instanz über deren REST-API mit SimpliServ. Kunden, Artikel, Aufträge, Rechnungen und Bestände werden – je nach Einstellung – in eine oder beide Richtungen abgeglichen. JTL bleibt dabei das führende System für Stammdaten, Preise, Steuern und Bestände; SimpliServ ergänzt Service, Aufgaben und Kundenportal.

Du findest den Connector unter Administration → Daten & Geräte → Integrationen. Öffne dort die Kachel JTL-Wawi. Der Zugriff auf die Connectoren-Seite erfordert die Berechtigung Einstellungen anzeigen (Administration → Einstellungen → Ansehen).

Voraussetzungen

  • Eine laufende JTL-Wawi-Installation, deren REST-API aktiviert ist.
  • Der Wawi-Host muss von der SimpliServ-Cloud erreichbar sein (API-Port öffnen oder per VPN bereitstellen). Standard-Port ist 5883.
  • Ein Wawi-Benutzer mit Rechten, um Anwendungen unter Admin → Anwendungen zu genehmigen.

REST-API in JTL-Wawi aktivieren

REST-API einschalten

Öffne in JTL-Wawi die Datei JTL-Wawi.exe.config (Admin) und aktiviere die REST-API auf einem Port, den die SimpliServ-Cloud erreichen kann. Standard ist 5883.

Erreichbarkeit prüfen

Stelle sicher, dass die Basis-URL von außen antwortet, z. B. http://wawi.example.local:5883/api/eazybusiness.

Verbindung herstellen

Connector öffnen

Gehe zu Administration → Daten & Geräte → Integrationen und öffne die Kachel JTL-Wawi. Wechsle in den Tab Konfiguration.

Basis-URL eintragen

Trage unter Basis-URL die Adresse deiner Wawi-REST-API ein (z. B. http://wawi.example.local:5883/api/eazybusiness). Das Authorization-Schema bleibt in der Regel auf Wawi (ältere Versionen nutzen teilweise Bearer). Klicke auf Verbindung speichern.

Verbindung testen

Klicke auf Verbindung testen. SimpliServ prüft, ob der Host antwortet, und zeigt – sobald erkannt – die Wawi-Version im Verbindungsblock („JTL Wawi-Instanz“) im Tab Konfiguration an.

App-Registrierung genehmigen

JTL-Wawi gibt einen API-Schlüssel erst aus, wenn ein Wawi-Benutzer die externe App genehmigt hat.

Registrierung starten

Klicke auf Registrierung starten. SimpliServ sendet eine Registrierungsanfrage an deine Wawi.

In JTL-Wawi genehmigen

Öffne JTL-Wawi → Admin → Anwendungen und genehmige die ausstehende Anfrage.

Schlüssel wird übernommen

Die Seite prüft den Status alle paar Sekunden automatisch (oder per Status jetzt prüfen). Sobald die App genehmigt ist, wird der API-Schlüssel gespeichert und der Status wechselt auf Verbunden.

Wird die Anfrage in Wawi abgelehnt, zeigt SimpliServ Registrierung abgelehnt. Du kannst dann über Registrierung neu starten einen neuen Versuch senden.

Sync-Einstellungen festlegen

Unter Sync-Einstellungen legst du pro Bereich fest, ob und in welche Richtung synchronisiert wird. Die Richtung wählst du je Zeile: Eingehend (nur aus JTL ziehen), Ausgehend (nur nach JTL schieben) oder Beide.

Verfügbare Bereiche:

  • Kunden – Kundenstammsätze und Adressen
  • Lieferanten – Lieferantenstammsätze (als Lieferanten-Kunden importiert)
  • Artikel – Artikelstammdaten, Preise, Identifier und Gewichte
  • Aufträge – Auftragsköpfe, Rechnungs- und Lieferadressen sowie Positionen
  • Rechnungen – Rechnungsköpfe und Positionen aus JTL
  • Zahlungen – Zahlungsvorgänge zu JTL-Rechnungen und -Aufträgen
  • Lagerbestände – Bestand und Reservierungen je Lager
  • Seriennummern – Artikelseriennummern je Lager
  • Referenzdaten – Kundengruppen, Zahlungs- & Versandarten, Hersteller, Lager, Kategorien, Steuerklassen

Für Kunden, Artikel und Aufträge gibt es zusätzlich die Option Neue Einträge automatisch synchronisieren: Ist sie aktiv, wird jeder neu angelegte Datensatz automatisch als sync-aktiviert markiert und an JTL übertragen. Bestehende Datensätze behalten ihre individuelle Einstellung. Klicke nach Änderungen auf Einstellungen speichern.

Mit SimpliServ-Auftragsnummer verwenden legt SimpliServ neue Aufträge in JTL mit der eigenen Auftragsnummer an statt mit der nächsten JTL-Nummer; bereits übertragene Aufträge behalten ihre Nummer.

Zahlarten zuordnen

Im Block Zahlarten legst du fest, auf welches Verrechnungskonto JTL-Zahlungen je nach Zahlartname gebucht werden. Über Neue Regel gibst du ein Muster ein, wählst den Vergleich (Exakt, Beginnt mit oder Enthält), eine Priorität und die Verrechnung, z. B. PayPal, Amazon, Klarna, SEPA-Lastschrift, Überweisung oder Bar.

Synchronisation auslösen

Im Abschnitt Synchronisation startest du Abgleiche auf Anforderung. Bulk-Syncs laufen im Hintergrund.

  • Inkrementelle Synchronisation – gleicht nur geänderte Datensätze ab. Läuft zusätzlich automatisch per Zeitplan (alle paar Minuten).
  • Vollständige Synchronisation – lädt alle Entitäten neu. Kann lange dauern und muss bestätigt werden.
  • Referenzdaten aktualisieren – aktualisiert Kundengruppen, Methoden, Steuerklassen, Lager und Kategorien.

Den Fortschritt siehst du im Tab Übersicht unter Sync-Status: pro Entität die Gesamtanzahl und der Zeitpunkt der letzten Synchronisation.

Live-Updates per Wawi-Workflow

Damit Änderungen in Wawi sofort (statt erst beim nächsten geplanten Sync) bei SimpliServ ankommen, richtest du in Wawi Workflows ein, die eine Webhook-URL aufrufen. Den Bereich findest du im Tab Installation der JTL-Kachel.

Webhook-URL anzeigen

Klicke auf Webhook-URL anzeigen. Die URL enthält deine Tenant-Kennung und wird aus Sicherheitsgründen nur einmal angezeigt – kopiere sie sofort. Über Neu generieren kannst du sie später rotieren (die alte URL wird dabei sofort ungültig).

Workflows anlegen

Öffne JTL-Wawi → Verwaltung → Workflows und lege je vorgeschlagener Zeile einen Workflow an – passend zu Objekt (Kunde, Artikel, Auftrag) und Auslöser (z. B. „Wurde erstellt“, „Wurde geändert“, „Wurde gelöscht“, „Lagerbestand wurde geändert“). SimpliServ zeigt für jeden Workflow eine fertige URL zum Kopieren.

Web-Request-Aktion einrichten

Füge je Workflow eine Web-Request-Aktion mit Methode POST hinzu und trage die kopierte URL ein. Header und Body bleiben leer.

Variablen über die Auswahl einfügen

Die {{ … }}-Variablen in der URL fügst du über die Wawi-Variablenauswahl ein – niemals manuell tippen. Ein falscher Pfad wird abgewiesen. Danach Speichern und aktivieren.

Wawi 2.0.3 kann Auftragspositionen nicht über die REST-API annehmen. SimpliServ schreibt sie daher in ein eigenes Wawi-Feld; ein zusätzlicher Workflow legt sie beim Push als echte Positionen an. Die genaue Anleitung (eigenes Text-Feld SimpliServ Positionen unter Admin → Eigene Felder → Verkaufsauftrag plus „Ausführen“-Aktion auf den Triggern „Wurde erstellt“ und „Wurde geändert“) zeigt dir der Connector im Abschnitt Auftragspositionen.

Einzelne Datensätze synchronisieren

Auch ohne globalen Auto-Sync kannst du einzelne Kunden oder Artikel gezielt anbinden. Auf der Detailansicht eines Kontakts oder Produkts findest du die Karte JTL Wawi mit dem Schalter Auto-Sync zu JTL. Dort siehst du außerdem den Status (Synchronisiert, Wird synchronisiert, Synchronisation fehlgeschlagen, Deaktiviert oder Keine Verbindung), die JTL-ID und den letzten Sync.

Verbindung trennen

Im Verbindungsblock der JTL-Kachel (Tab Konfiguration) trennst du die Verbindung über Trennen. Dabei werden alle JTL-Zuordnungen (die Verknüpfungen zwischen deinen Artikeln, Aufträgen und Kunden und ihren JTL-Datensätzen) sowie synchronisierte Bilder gelöscht; bei erneuter Verbindung wird alles neu synchronisiert. Die Wawi-Workflows solltest du anschließend in Wawi deaktivieren.

Willst du nur die Zugangsdaten erneuern, nutze stattdessen Neu verbinden: Der API-Schlüssel wird zurückgesetzt, damit du die App in JTL-Wawi erneut freigeben kannst – Zuordnungen und Einstellungen bleiben erhalten.

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