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Rechnungen & Mahnwesen einstellen

Standards für Rechnungen, Angebote und Lieferscheine festlegen: Zahlungsziel, Skonto, Proforma, Steuerfälle, Differenzbesteuerung, Angebotsgültigkeit sowie Mahnstufen, Gebühren, Verzugszinsen und Mahnprofile

→ Rechnungseinstellungen öffnen · Mahnwesen öffnen · Angebotseinstellungen öffnen · Lieferscheineinstellungen öffnen

Unter Administration → Tickets legst du die Standards für deine Belege fest: wie Rechnungen bezahlt werden, welche Steuerfälle wählbar sind, wie lange Angebote gelten und wie gemahnt wird. Die Seiten öffnest du mit Administration → Einstellungen → Ansehen; zum Speichern brauchst du das Bearbeitungsrecht für Einstellungen. Änderungen wirken auf neue Belege, nicht rückwirkend. Offene Änderungen sammelt die Speichern-Leiste am unteren Rand.

Das Aussehen der PDFs gestaltest du nicht hier, sondern in den Dokumentvorlagen – jede Seite hat dafür die Karte Layout-Vorlagen mit Layout-Editor öffnen. Nummernformate pflegst du unter Nummernformate.

Rechnungen

Zahlungsbedingungen

Die Karte Zahlungsbedingungen enthält:

  • Bedingungen-HTML – Standardtext, der unterhalb des Summenbereichs erscheint (z. B. „Zahlung innerhalb von 14 Tagen“).
  • Zahlungsziel (Tage) – neue Rechnungen sind so viele Tage nach dem Rechnungsdatum fällig; 0 = sofort fällig. Ein Zahlungsziel beim Kunden oder bei der Kontaktgruppe hat Vorrang.
  • Zahlungs-QR-Code auf Rechnungen anzeigen – fügt den PDFs einen scanbaren Überweisungs-QR-Code hinzu, sofern unter Firma eine IBAN hinterlegt ist.
  • Proforma-Rechnungen erlauben – Entwürfe können als Proforma-Rechnung verschickt werden. Sie trägt einen eigenen Titel und den Hinweis, dass sie nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt; die Rechnung bleibt ein Entwurf.

Skonto und Differenzen

In der Karte Skonto und Differenzen stellst du ein:

FeldWirkung
Standard-SkontoProzent Skonto für neue Rechnungen, wenn weder Kunde noch Gruppe einen eigenen Wert haben. Leer = kein Skonto
Skonto-TageTage ab Rechnungsdatum, in denen das Skonto gilt
KulanztageZahlungen bis so viele Tage nach Fristende erhalten das Skonto ohne Warnung
Kleinbetragsgrenzebis zu diesem Betrag kann ein Rest beim Zahlungseingang ausgebucht werden

Steuervereinheitlichung

Bei gemischten Steuersätzen: Immer fragen erkennt Rechnungen und Kassenverkäufe mit 10 % und 20 % und bietet eine Vereinheitlichung an; Aus überspringt die Prüfung. Die Regel basiert auf einer österreichischen BMF-Verwaltungsregel – keine Steuerberatung.

Differenzbesteuerung

Mit Differenzbesteuerung aktivieren werden Fahrzeuge, die als Gebrauchtfahrzeug mit Einkaufspreis angelegt sind, beim Rechnungsabschluss automatisch differenzbesteuert: Die Steuer fällt nur auf die Marge an. Ohne Einkaufspreis am Fahrzeug gibt es keine Differenzbesteuerung; Reparaturen und Ersatzteile erhöhen den Einkaufspreis nicht.

Steuerfälle

Die Karte Steuerfälle listet die fest hinterlegten Fälle – etwa Reverse Charge, Innergemeinschaftliche Lieferung, Ausfuhrlieferung (Drittland) oder Kleinunternehmer (§ 19 UStG / § 6 Abs. 1 Z 27 UStG). Code für die E-Rechnung und Kennzahl der Voranmeldung sind vorgegeben. Du entscheidest pro Fall, ob er auf Rechnungen, Aufträgen und Angeboten Wählbar ist, welcher Hinweis auf dem Beleg gedruckt wird (leer = Standardtext) und – bei aktiver Buchhaltung – auf welches Erlöskonto gebucht wird. Normal (mit Umsatzsteuer) ist immer wählbar.

Änderungen an Steuerfällen, Hinweistexten und Erlöskonten bitte mit der Steuerberatung abstimmen.

Angebote

Auf der Angebotsseite legst du unter Standard-Gültigkeit die Gültigkeitstage fest: Beim Erstellen eines Angebots wird „Gültig bis“ auf Angebotsdatum plus diese Tage gesetzt. Leer = kein Standardwert. Das Layout öffnest du über Layout-Vorlagen.

Lieferscheine

Die Lieferscheinseite verweist über Layout-Vorlagen auf das Lieferschein-Layout in den Dokumentvorlagen.

Mahnwesen

Die Seite Mahnwesen (Administration → Tickets → Mahnwesen, auch über Mahnwesen öffnen auf der Rechnungsseite) bündelt Layout, Mahnstufen, Gebühren, Zinsen und Mahnprofile.

Layout gestalten

Mahnungs-Designer öffnen öffnet das PDF-Design für Mahnungen in den Dokumentvorlagen.

Grundeinstellungen

In der Karte Mahnungen legst du fest: Mahnungen automatisch versenden (ein täglicher Lauf um 07:00 verschickt fällige Mahnungen; aus = nur manuell), Neue Zahlungsfrist (Tage), Verzugszinssatz (% p.a.), Mindestbetrag offen (kleinere offene Beträge werden übersprungen, Standard 5,00) und Kanal-Rechnungen mahnen (JTL) (standardmäßig aus, weil JTL-Wawi meist selbst mahnt).

Verzugszinsen & Pauschale

Unter Verzugszinsen & Pauschale pflegst du Basiszinssatz (% p.a.) (halbjährlich aktualisieren; leer = kein Zinslauf), Mahngebühr-Obergrenze (€), Aufschlag B2B (%-Pkt.), Aufschlag B2C (%-Pkt.) und Verzugspauschale B2B (€) (gesetzlich 40 €, einmalig).

Mahnstufen

Für Zahlungserinnerung, 1., 2. und 3. Mahnung stellst du jeweils den Abstand ein – die Erinnerung in Tage nach Fälligkeit, die Mahnungen in Tage nach voriger Mahnung – und für die Mahnungen eine Standard-Mahngebühr, die im Mahnungs-Dialog überschreibbar ist.

Mahnprofile

Für Kunden oder Kundengruppen mit abweichenden Regeln legst du unter Mahnprofile mit Neues Profil ein Profil an: Höchste Mahnstufe, Abstände und Gebühr je Stufe, Verzugszinsen berechnen, Verzugspauschale berechnen und Inkasso-Übergabe nach. Ein Profil kann als Standardprofil markiert werden. Es gilt: Kunde vor Gruppe, Gruppe vor Standard; ohne Profil gelten die Einstellungen oben.

Wie du im Alltag Mahnungen erstellst und versendest, steht in Mahnwesen.

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